
Heute möchte ich über einen Vorfall berichten der sich bereits im Jahr 1959 im Ural zugetragen hat und bei dem neun junge Menschen auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Die Geschichte selber ist so mysteriös dass man sie quasi als “Wahre X Akten” bezeichnen kann.
Die wahren Gründe, warum diese Menschen damals so “grausam” gestorben sind, sind bis heute ungeklärt. Die vorhandenen Fakten werfen sehr viele Fragen auf und lassen viel Raum für Spekulationen.
Ich werde den gesamten Vorfall in 3 Teilen abhandeln weil es sehr viel ist was es da zu schreiben gibt.
Teil 1: Der Dyatlov-Pass-Vorfall – Die Geschichte
Teil 2: Daten, Mythen, Fakten und Fiktionen (in Arbeit)
Teil 3: Aktuelle Informationen (in Arbeit)
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Teil 1: Der Dyatlov-Pass-Vorfall – Die Geschichte
Zu Beginn des Jahres 1959 hat sich im Ural, im damaligen Swerdlowsk (heute Jekaterinburg) eine Gruppe von insgesamt 10 Menschen, 8 Männer und 2 Frauen zum größten Teil Studenten und Absolventen des polytechnischen Instituts im Ural, zu einer Skilanglauf Expedition zusammengetan.
Die Gruppe Studenten erhoffte sich durch diese Expedition einen besseren Abschluss ihres Studiums und waren alle erfahrene Skilangläufer und Kletterer. Ausgangspunkt der Expedition war eine kleine Siedlung namens Vizhay vor den Bergen des Ural, das Ziel der Expedition sollte der Berg Otorte sein.
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Die Gruppe startete am 27. Januar und wollte ursprünglich am 12. Februar wieder zurück sein, es wurde damals ausgemacht dass diese sich telegraphisch bei ihrem Sportverein meldet sobald sie wieder in Vizhay angekommen sind. Bereits einen Tag nach Aufbruch der Expedition musste ein Mitglied der Gruppe (Yuri Yudin) die Expedition aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und nach Vizhay umkehren, er war dann auch derjenige der die anderen 9 Mitglieder der Expedition das letzte mal lebend sah. Der verbliebene Rest der Expedition machte sich dann ohne ihn auf den Weg. Die Tage verstrichen, und als dann am vereinbarten Tag die Meldung der Gruppe über deren Rückkehr ausblieb war man zunächst unbesorgt. Mann muss dazu auch erwähnen dass die gewählte Route zu dieser Jahreszeit als Kategorie 3 eingestuft wurde und somit zur schwierigsten Kategorie gehörte, da sind ein oder mehrere Tage Verspätung keine Seltenheit.
Yuri Yudin berichtete später dass der Anführer der Expedition (Igor Dyatlov), nachdem später auch der Pass umbenannt wurde, ihm vor seiner Umkehr mitgeteilt hatte, dass er davon ausgehe dass die Gruppe für die geplante Route tatsächlich ein paar Tage mehr als geplant benötige. Als sich dann aber bis zum 20. Februar die Gruppe immer noch nicht wie vereinbart zurückgemeldet hatte, haben einige Angehörige der Vermissten das polytechnische Institut darum gedrängt, und anschließend auch erreicht, dass eine Gruppe freiwilliger Studenten sich auf die Suche nach den Vermissten machte. Im späteren Verlauf beteiligte sich auch die Polizei und das Militär an der Suche nach den Vermissten.
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Am 26. Februar schließlich fanden die Suchtrupps ein Zelt der vermissten Expedition an einem Hang des Bergs Kholat Syakhl, ca. 10 Kilometer vom angestrebten Ziel, dem Otorten, entfernt.
Das vorgefundene Zelt der Expedition war größtenteils zerstört und es sah so aus als ob die gesamte Ausrüstung im Zelt zurückgelassen wurde, auch stellte sich heraus dass das Zelt von innen her an mehreren Stellen aufgeschlitzt wurde . Aber nicht nur dass, neben den Ausrüstungsgegenständen lagen auch ein Großteil der Kleidung und Schuhe der vermissten Personen im Zelt selbst. Die Tatsache dass das Zelt von innen aufgeschlitzt wurde und auch die zurückgelassenen Kleidung und Ausrüstungsgegenstände deuten auf eine panikartige und schnelle Flucht aus dem Zelt.
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Außerhalb des Zeltes fand man Fußspuren im Schnee die durch Vergleiche eindeutig den Mitgliedern der Expedition zugeordnet werden konnten und die von 8 – 9 Personen stammten. Anhand der Spuren konnte man erkennen dass einige aus der Gruppe nur mit Socken bekleidet, andere gänzlich barfuß waren, und mindestens einer nur einen Schuh anhatte. Auch diese Spuren deuten eindeutig darauf hin dass das Zelt panikartig und sehr hastig verlassen wurde. Die gefundenen Spuren führten den Hang , auf welchem sich das Zelt befand, hinab und endeten nach ca. 500 Metern weil die weiteren Spuren vom Schnee bereits verweht waren (Anm. DerAdler.: unten am Hang sind andere Bedingungen als weiter oben.).
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Der Suchtrupp ist dann weiter in die Richtung gegangen, welche durch die vorhandenen Fußspuren erkennbar war und stieß dann nach ca. 1 Km an eine Baumgrenze. Dort fanden die Suchtrupps dann unter einer großen Kiefer die Leichen von zwei der neun Teilnehmer.
Beide Leichen trugen bis auf die Unterwäsche keine weitere Kleidung und wie sich später herausstellte waren sie erfroren, äußerlich wiesen sie keine Verletzungen auf. In der Nähe fand man eine Feuerstelle, die Kiefer bei der man die beiden Leichen fand sah aus als wäre jemand bis zu 5 Meter an ihr hinaufgeklettert, es fanden sich mehrere abgebrochene Äste und Zweige.Â
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Nachdem man nun weitergesucht hatte fand man dann auch auf dem Weg zwischen dem Lager und der Waldgrenze drei weitere Leichen von Mitgliedern der Gruppe. Einige hundert Meter von der Kiefer entfernt fand man zuerst den Expeditionsleiter, ca. 200 Meter weiter dann ein weiteres Mitglied und wieder ca. 150 Meter weiter die nächste Leiche. Die Teilnehmer der Suchtrupps berichteten später dass die Körperhaltung der Toten darauf schließen lässt dass die drei versucht haben könnten zum Zelt zurückzukehren. Diese drei gefundenen Leichen waren bekleidet hatten aber keine Schuhe an, die anderen vier noch vermissten Teilnehmer der Expedition konnten zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden werden.
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Während die Suchtrupps weiter nach den noch verbliebenen vier Teilnehmern suchten wurden die gefundenen Leichen obduziert und es stellte sich heraus dass bis auf eine Leiche keiner der Toten äußerliche Verletzungen aufwiesen, lediglich einer der gefundenen Mitglieder der Expedition wies eine Schädelfraktur auf, die aber als Todesursache ausgeschlossen wurde. Die Obduktion hat in allen Fällen Tod durch erfrieren ergeben. Eine weitere Tatsache die bei der Obduktion ermittelt werden konnte war dass die Teilnehmer ca. 6 – 8 Stunden vor ihrem Ableben die letzte Mahlzeit zu sich genommen hatten.
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Erst sehr viel später dann, nämlich am 4. Mail fand man die restlichen noch vermissten Mitglieder der Expedition. Alle vier waren unter einer meterhohen Schneedecke in einer “Schlucht” 75 Meter weiter unten im Tal begraben und hatten extreme, schwere innere Verletzungen, äußerlich wiesen sie keine Verletzungen auf. Auffallend ist wohl das bei einem Teilnehmer der Schädel komplett zertrümmert war und bei zwei anderen die Rippen gebrochen waren, bei einer der zwei Leichen bei denen die Rippen gebrochen waren ist mindestens eine Rippe ins Herz eingedrungen. Bei der vierten gefundenen Leiche fehlte die Zunge. Bei allen Vieren werden wohl die schweren Verletzungen zum Tode geführt haben. Auffallend bei den hier gefundenen Leichen war dass sie relativ gut bekleidet waren und teilweise Kleidungstücke und Fetzen der Kleidung der anderen Toten Mitglieder anhatten.
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Aufgrund der Auffindesituation und der Tatsache das sämtliche Mitglieder der Expedition erfahrene Skifahrer und Kletterer gewesen sind haben sich schnell, viele bis heute ungeklärte Fragen ergeben. Das aufgefundene Zelt soll den Untersuchungen zufolge an mehreren Stellen von innen her aufgeschnitten worden sein, und die gesamte Situation weist darauf hin dass die Mitglieder panikartig, zumindest aber fluchtartig das schützende Zelt verlassen haben. Man muss dazu wissen dass zu dieser Zeit Temperaturen bis zu – 30° und noch tiefer geherrscht haben und so wie es aussieht waren ein Teil der Mitglieder nur spärlich bekleidet gewesen als sie das Zelt verlassen hatten.
Da jedem der Teilnehmer klar gewesen sein muss wie lebenswichtig ihr Zelt ist, ist es umso mysteriöser und unverständlicher dass sie es selbst zerstört haben indem sie es von innen her aufschlitzten. Die Tatsache dass einige beim Verlassen des Zeltes keine Schuhe anhatten und wiederum andere sogar nur in Unterwäsche bekleidet waren, und das bei – 30° macht die Geschichte so mysteriös. Jedem der Teilnehmer war wohl klar dass sie so nicht lange draußen überleben würden also muss etwas sehr dramatisches passiert sein dass sie dazu veranlasst hat so zu reagieren wie sie es getan haben.
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Es wird wohl Nacht gewesen sein als sie das Zelt fluchtartig verlassen haben, das lässt sich daraus schließen dass einige von ihnen nur in Unterwäsche bekleidet waren. (Anm. DerAdler: Es ist unter erfahrenen Bersteigern, Kletterern und Skifahrern üblich die Kleidung abzulegen bevor man sich in den Schlafsack legt damit man am nächsten Tag noch etwas warmes zum anziehen hat, die Kleidung wird dabei mit in den Schlafsack genommen) Was aber sie dazu veranlasst hat sich dermaßen ungeschützt vom Zelt zu entfernen und warum sie dann nicht rechtzeitig umgekehrt sind wirft eine Menge Fragen auf und ist bis heute ungeklärt.
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Wovor sind sie geflüchtet, und warum sind sie nicht rechtzeitig wieder zurück um an die Kleidung und Ausrüstung zu gelangen? Was hat die neun so erschreckt dass sie sich entschlossen haben das Zelt von innen aufzuschlitzen und es damit unbrauchbar zu machen? Wieso sind sie dermaßen ungeschützt und spärlich bekleidet lieber bei der Kiefer geblieben, haben Feuer gemacht, und scheinbar auch nach dem Zeltplatz Ausschau gehalten (jemand kletterte die Kiefer hoch) sind aber nicht zum schützenden Zeltplatz zurück? Wieso hatte einer der gefundenen, nachweislich an Unterkühlung gestorbenen, Mitglieder eine Schädelfraktur und die vier später unter Schnee begraben gefundenen Leichen so schwere innere Verletzungen? Warum haben sie sich scheinbar in 3 Gruppen getrennt? Wieso fehlte bei einem der Teilnehmer die Zunge?
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An den gefundenen Leichen sollen bei den kriminologischen Untersuchungen erhöhte Strahlenwerte gemessen worden sein und rund um diese Gegend wurden damals mehrfach Leuchterscheinungen gesichtet, auch in der Nacht als das “Unglück” passiert sein muss, wurden von Zeugen in 50 Km Entfernung mehrere Lichtkugeln gesichtet. Die Leuchterscheinungen, diese Lichtkugeln wurden damals von lokalen Wetterdiensten und auch dem Militär gesichtet. Eine Lawine oder ein Schneebrett wurde als Ursache ausgeschlossen. Bis heute sollen immer noch einige der Dokumente von damals unter Verschluss gehalten werden und auch scheint es als seien einige Dokumente “verloren” gegangen.
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Nachdem die Untersuchungen zu diesem Fall keine Ergebnisse brachten wurde der Fall geschlossen und die Akten in ein geheimes Staatsarchiv gelegt. Die sowjetischen Untersucher legten sich damals nur darauf fest, dass „eine beherrschende, unbekannte Kraft“ zu den Toden führte. Die Region wurde damals für einige (3?) Jahre für Touristen und Skifahrer gesperrt.
Hiermit ist Teil 1, Die Geschichte, zu Ende erzählt. Ich habe bis hierhin in eigenen Worten nur das erzählt was auch “allgemein” bekannt ist und wie es auf einigen wenigen Webseiten geschrieben wurde. Im nächsten Teil werde ich dann vorhandene Erklärungsversuche aufzeigen und einige wichtige Daten veröffentlichen die zu diesem Fall gehören.
Weiter geht es dann demnächst mit Teil 2: Daten, Fakten, Mythen und Fiktionen (in Arbeit)
E.Ilkan (DerAdler) 23.01.2010
Quelle(n) Teil 1: Wikipedia, sptimes.ru


